1. Was ist das denn?

Diaspora ist ein soziales Netzwerk mit Ähnlichkeit zu Facebook, Google+, Twitter und Co. Im Gegensatz zu den kommerziellen sozialen Netzwerken liegt der Fokus aber nicht darauf, möglichst viele Informationen der Nutzer zu sammeln und diese möglichst gewinnbringend wieder zu verkaufen, sondern auf dem genauen Gegenteil.

Gleich von Anfang an gibt es Gruppen, sogenannte Aspekte, in die man seine Freunde einordnen kann und man kann bei jedem Beitrag bestimmen ob dieser nur von einer bestimmten Gruppe, beispielsweise der Familie, gesehen werden kann oder ob die Information öffentlich für jedermann einsehbar ist. Natürlich lassen sich weitere Gruppen anlegen. Standardmäßig ist ein Beitrag für Alle Freunde sichtbar, egal welcher Gruppe sie angehören, nicht aber für Außenstehende, zu denen keine Beziehung innerhalb von Diaspora besteht.

Ein weiterer sympathischer Aspekt von Diaspora ist, dass es nicht zentral organisiert ist. Theoretisch kann jeder einen Knoten von Diaspora betreiben, einen sogenannten Pod. Das führt dazu, dass es weltweit viele Pods gibt, die von unterschiedlichen Personen oder Organisationen betrieben werden. Zwar haben andere soziale Netze auch Rechenzentren auf dem gesamten Globus verteilt aber im Gegensatz zu Diaspora hat hier der Betreiber Zugriff auf alle Daten aller Nutzer auf all seinen Servern. Eine Verwendung der Benutzerdaten ist bei Diaspora nicht mal vorgesehen. Dem entsprechend könnte allenfalls ein einzelner Betreiber, genügend kriminelle Energie vorausgesetzt, ausschließlich Missbrauch mit den Daten der Benutzer seines Pods treiben.

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Wie Frank Rieger berichtet, speichern die aktuellen Blackberrys die Zugangsdaten zu Mailkonten auch auf Blackberry Servern. Angeblich soll dem Anwender so Hilfestellung bei der richtigen Eingabe seiner Verbindungsdaten für den Zugriff auf das Mailkkonto geleistet werden.

Somit liegen die Daten im Zugriffsbereich der Behörden Kanadas. Zudem läuft die Übermittlung zumindest aus Deutschland sowohl durch England als auch die USA, womit auch diese Parteien Zugriff bekommen.

Es wird weder nachgefragt noch gibt es eine Option dieses Verhalten auszuschalten. Einzige Möglichkeit ist die Nutzung der freien Mail-App K-9 Mail, die im übrigen eine gute Alternative auf unterschiedlichen Plattformen wie Android darstellt.

In jedem Fall sollten alle Konten aus der Blackberry Mail App entfernt und deren Kennwörter geändert werden.

Ein ähnlich brisantes Feature ist die Übertragung von WLAN-Kennwörtern von Android Geräten zu Google. Diese ist in zweierlei Hinsicht bedenklich. Zum Einen geschieht sie im Klartext, zum Anderen scannen die Google Streetview Autos auch nach WLANs. So weiß Google auch wo sich die Netze befinden zu denen die Kennwörter passen.

Deaktivieren lässt sich die Funktion wie Folgt:

In den Einstellungen unter Sicherung & Wiederherstellen den Haken bei Meine Daten sichern entfernen.